20 JAHRE
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Heute aktuell

Sonntag 05.09.10

CLUBMEISTERSCHAFTEN Damen und Herren
Hitscherhof-Pokal, Beginn: 9:00 Uhr an Tee 1

Tee 1 ist von 8:30 Uhr bis ca. 13:30 Uhr reserviert/belegt.
Ansonsten können Sie frei spielen.
Golfcars und Elektrotrollys sind erlaubt.

Wir wünschen allen viel Spaß beim Golfspiel und viel Erfolg!

veröffentlicht von Barbara Buchmann

 
 
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Spielbahnen

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Um zur Übersicht und den Spielbahnen zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

DGV Spielvorgaben

Vorgabetabelle20100.jpg

Spielvorgabetabelle während Umbau 2010

Scorekarte

Die Scorekarte 2010 (während Platzumbau)

Spielordnung

1 Gespielt wird :

- nach den Regeln des Deutschen Golfverbandes und der Golfetikette.
- nach den Platzregeln des Ersten Golfclubs Westpfalz, Schwarzbachtal e.V.
- nach den am Spieltag festgelegten Sonderregelungen, welche am schwarzen Brett ausgehägt sind.


2 Gegen Greenfee sind spielberechtigt :

Alle Mitglieder eines anerkannten Golfclubs gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.
Unsere Mitarbeiter/-innen sind angewiesen, den gültigen Jahresausweis eines Gastes vor dem Spiel zu überprüfen. Falls erforderlich kann eine Rückfrage beim angegebenen Heimatclub erfolgen.

Spielberechtigung gilt für unsere Gäste:

- an Werktagen mit eingetragener Platzerlaubnis bzw. Handicap -54
- an Wochenenden und Feiertagen mit einem Handicap ab -36 oder besser.
Gäste ab HCP-37 oder höher dürfen an diesen Tagen nur in Begleitung besserer Spieler auf den Platz.

Das Greenfee ist vor der Runde zu entrichten, Ausnahmen siehe Aushang am Sekretariat.


3 Nicht spielberechtigt sind :

- Gäste ohne gültigen Clubausweis
- Mitglieder ohne Platzerlaubnis


4 Nicht erlaubt sind :

- aufeinanderfolgende Kurzrunden an allen Tagen
- Spielen mehrerer Spieler aus einem Bag
- das Abschlagen vom Tee, das Spielen mehrerer Bälle auf den Fairways, das Anspielen des Grüns und das Putten mit mehreren Bällen
- das Anspielen von Par-3- Löchern, wärend der vorhergehende Flight das Grün noch nicht verlassen hat
- das Befahren der Abschläge und Vorgrüns mit Trolleys und Cars
- das Durchqueren von Zonen zwischen Bunker und Grün mit Trolleys und Cars

5 Abspielvorrecht

An Wochenenden, Feiertagen und bei starker Platzbelegung gilt am 1. Abschlag
folgende Regelung:

- Vierer vor Dreier vor Zweier Flights. Einzelspieler haben kein Abspielvorrecht.
- während der Woche haben Zweier vor Dreier vor Vierer Flights Vorrecht.
- beginnen Spieler an Loch 10, so haben diese kein Vorrecht und müssen jeden
Flight, der seine Runde an Loch 1 begonnen hat, durchspielen lassen.
- an Wochenenden und an Feiertagen ist der Beginn der Runde an Loch 10 nur in
Absprache mit dem Course Marshal bzw. dem Sekretariat erlaubt


6 Durchspielen

Wer seinen Ball sucht, zurückgeht, zu langsam spielt oder mehr als eine Spielbahn freilässt, muss sofort durchspielen lassen.
Schnellere Flights - siehe Bestimmungen über langsames Spiel - haben unmittelbares Durchspielrecht.

Die Regelspielzeit beträgt 4 Stunden und 20 Minuten, siehe Scorekartenaufdruck.


7 Weisungsbefugnis :

Vorstandsmitglieder, der Spielausschuss, der Spielführer, der Course Marshal sowie von diesen autorisiertes Personal vertreten gegenüber Mitgliedern und Gästen das Platzrecht.

Dies umfasst insbesondere:

  • a) das Überprüfen der Mitgliedschaft bzw. der Greenfee - Karte
    b) die Kontrolle des Spielflusses (- tempo)
    c) Parkberechtigungen ausserhalb des ausgewiesenen Parkplatzes

    Verstöße gegen die Etikette/Platzordnung/Spielordnung werden durch den Vorstand bzw. Spielausschuss, den Course Marshal oder autorisiertes Personal angemahnt.

    Wiederholte Verstöße ziehen eine schriftliche Verwarnung bzw. eine Platzsperre von bis zu 6 Monaten nach sich!

Anfahrt

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Über Ihr Navigationsgerät erreichen Sie uns mit der Eingabe: 66506 Maßweiler-Hitscherhof2

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Greenkeeper

Winterspielbetrieb im Überblick

Alljährlich im Spätherbst beginnen die Diskussionen auf den Golfanlagen von neuem. Dürfen die Grüns auch Urlaub machen oder hat der Golfer in unseren Breiten den Anspruch auf ganzjährige Bespielbarkeit der Anlage, koste es Was es wolle? Diese Info möchte über Hintergründe der zeitweiligen Sperre Von Rasenflächen aufklären und Hinweise für den Umgang mit Winter-Grüns geben.
Neben einem zusammenfassenden ''Pro und Contra'' Winterspielbetrieb wird auch weiterführende Literatur genannt.


Einleitung und Problemstellung:

Gerade die Bespielbarkeit der Golfgrüns kann - zum Leidwesen der Golfspieler - bei Nässe, Reif, Frost, Eis und/oder Schnee erheblich eingeschränkt werden. Oft führt das Bespielen dieser empfindlichen Spielelemente eines Golfplatzes zu Schäden, die erst Jahre später zum Tragen kommen und deren Beseitigung mit erhöhtem Aufwand verbunden ist. Die Diskussion wird um so wichtiger, je mehr betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte (Greenfee-Einnahmen, Kapitalverzinsung etc.) im Vordergrund stehen und dabei pflanzenbauliche und vegetationstechnische Zusammenhänge wenig Berücksichtigung finden. Die Entscheidung, ob bei winterlichen Witterungsbedingungen gespielt werden soll, muss letztendlich jeder Club oder Betreiber selbst entscheiden. Es sollten jedoch die Auswirkungen des Winterspielbetriebs auf Rasenflächen bekannt sein und bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Diese DGV-Info soll hierzu entsprechende Hilfestellung leisten.


Einflussfaktoren:

Frost
Grundsätzlich sind die Rasengräser der kühlen Klimazonen in der Lage, gewisse Frosttemperaturen während der Wintermonate zu ertragen. Bei der Vorbereitung der Pflanze auf Temperaturen unter Null Grad Celsius (sog. Aufbau der Winterhärte) spielt vor allem die Einlagerung von Kohlenhydraten eine wichtige Rolle, da hierdurch die Zellsaftkonzentration in der Pflanze erhöht und damit der Gefrierpunkt abgesenkt wird.
Intrazelluläre Bildung von Eiskristallen und die damit verbundenen Zellschädigungen können von der Pflanze nicht ausgeglichen werden. Bei der extrazellulären Eisbildung z. B. bei Raureif entstehen die Schäden erst durch mechanische Belastung der Pflanzen.
Die Anpassung der Gräser kann durch ausgewählte Pflegemaßnahmen wie gezielte Kaliversorgung unterstützt werden.

Schnee
Mit Schnee bedeckte Rasenflächen sollten generell nicht betreten werden, da der Schnee ansonsten zusammengepreßt wird und Schäden wie Bodenverdichtungen und Krankheiten entstehen können. Ausschlaggebend ist hierbei die Schneehöhe und Schneekonsistenz.

Verdichtungen
Bei einer geringen Schneeauflage (weniger als ca. 10 cm) wird die Druckbelastung unmittelbar auf die Gräser bzw. den Boden weitergegeben. Eine verdichtete Schneedecke behindert den Gasaustausch von Boden bzw. Pflanze mit der Atmosphäre, die Gräser können u. U. ersticken. Mit steigender Bodenfeuchtigkeit nimmt die Verdichtungsneigung der Böden unter Druckbelastung zu. So können durch Fußtritte und Reifenspuren Bodenunebenheiten entstehen, die durch zusätzliche kostenintensive Pflegemaßnahmen wie z. B. Tiefenlockerung beseitigt werden müssen. Druckbelastung bei entsprechenden Bodenbedingungen sollte also möglichst vermieden werden, da ansonsten neben den genannten Schäden auch eine irreparable Veränderung der Bodenstruktur eintreten kann.

Krankheiten
Vor allem eine Schneedecke auf ungefrorenem Boden erhöht die Gefahr von pilzlichen Infektionen, insbesondere mit "Schneeschimmel" (Microdochium nivale) oder "Fäulen" (Typhula incarnata). Unter solchen Bedingungen und bei hohem Befallsdruck sollte die manuelle Beseitigung des Schnees in Erwägung gezogen werden. Angepasste Nährstoffversorgung der Gräser, vor allem gegen Ende der Vegetationsperiode, kann die Krankheitsgefahr mindern. Krankheiten können auch durch die Golfausrüstung von Platz zu Platz verschleppt werden.

Vertrocknen
Bei längeren Frostperioden und trockenen Winterwinden können die Gräser auch regelrecht vertrocknen. Oberirdische Pflanzenteile transpirieren Wasser, während die unterirdischen Wurzeln im gefrorenen Boden kein Wasser mehr aufnehmen und das Wasserdefizit nicht ersetzen können (Dehydration).
In dieser Situation ist ein ausgeprägtes Wurzelsystem für die Pflanzen von Vorteil. Da die oberirdische Pflanzenlänge mit der unterirdischen Wurzellänge in enger Korrelation steht, ist eine größere Schnitthöhe für die Pflanze von Vorteil. Weitere Maßnahmen zur Aktivierung des Wurzelwachstums sind u. a. die Belüftung des Bodens und gezielter Einsatz von Bodenhilfsstoffen.

Regenerationsvermögen der Gräser
Das Regenerationsvermögen der Rasenfläche ist sowohl von der jeweiligen Grasart bzw. Mischung als auch von der verwendeten Grassorte abhängig. Informationen hierüber finden sich in der "Beschreibenden Sortenliste" bzw. den "Regel-Saatgut-Mischungen" RSM, die beide über die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V. (Colmantstr. 32, 53115 Bonn, Tel. 02 28- 69 00 28, www.FLL.de) zu beziehen sind.


Bei Kältestress empfindliche Arten:

  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Rohrschwingel (Festuca arundinacea)
  • Jähriges Rispengras (Poa annua)
    Bei Kältestreß tolerante Arten:
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis)
  • Flechtstraußgras (Agrostis stolonifera)
  • Wiesenrispengras (Poa pratensis)

Wintergrüns:

Anlage und Vorbereitung
Generell gibt es keine einheitliche Definition von ''Wintergrüns'' oder ''temporären Grüns'' und damit auch keine verbindlichen Richtlinien für deren Bau bzw. Zustand. Die Spannbreite reicht demnach von einem einfachen Loch in der Spielbahn bis hin zu einem fachmännisch aufgebauten und komplett ausgestatteten Zweitgrün. Es dürfte aber unbestritten sein, daß bei attraktiven Wintergrüns ein Schließen der Sommergrüns von den Golfspielern eher akzeptiert wird.

Lage
Bei der Festlegung des Standortes müssen grundsätzlich die gleichen Kriterien wie bei Sommergrüns beachtet werden, d. h. möglichst offene Lage und ganztägig schattenfrei. Auf gute Luftzirkulation sollte geachtet werden, um Tau oder Stauwasser auf den Grüns schneller abtrocknen zu lassen. Bodensenken und Zufluß von Oberflächenwasser sind zu vermeiden. Temporäre Grüns sollten nicht in unmittelbarer Nähe von Sommergrüns angelegt werden, damit diese bei abgedrifteten Bällen oder beim Gang zum nächsten Abschlag nicht betreten werden.

Nachsaat
Wie alle intensiv genutzten Rasenflächen sollten auch die Wintergrüns regelmäßig nachgesät werden, um eine dichten Pflanzenbestand zu erhalten bzw. erst einmal herzustellen. Vor Auswahl der Ansaatmischung muss das Entwicklungsziel in Abhängigkeit von den zu erwartenden Maßnahmen und dem zur Verfügung stehenden Budget festgelegt werden. Bei der Auswahl der einzelnen Sorten sollte vorrangig auf Winterfestigkeit und Krankheitsresistenz geachtet werden. Je nach angestrebter Schnitthöhe sollte auch die Tiefschnittverträglichkeit der einzelnen Arten und Sorten berücksichtigt werden. Die Kombination der Nachsaat mit vorausgehenden mechanischen Maßnahmen wie Aerifizieren erhöht den Erfolg. Ggf. sollte auf spezielle Nachsaatmaschinen zurückgegriffen werden.

Schnitthöhe
Während der Wintermonate sollte generell eine Erhöhung der Schnitthöhe auf allen Funktionsflächen angestrebt werden. Dabei darf der Pflanzenbestand aber nicht so hoch aufwachsen, daß die Graspflanzen umkippen und unter den Blättern ein Mikroklima geschaffen wird, welches den Krankheitsbefall fördert. Durch höheren Aufwuchs wird das Wurzelwachstum der Gräser angeregt und die Gefahr einer Winteraustrocknung vermindert.

Düngung
Durch eine ausreichende Kaliversorgung der Gräser in den Herbstmonaten lässt sich deren Winterhärte fördern. Übermäßige Stickstoffversorgung im Spätherbst hingegen erhöht die Gefahr des Krankheitsbefalls vor allem mit pilzlichen Erregern. Während der ganzen Vegetationsperiode ist auf ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis und Düngungsniveau auch mit Mikronährstoffen zu achten. Grundlage für Düngungsmaßnahmen sollten entsprechende Boden- oder Pflanzenuntersuchungen sein.

Bewässerung
Während der Wintermonate ist eine Bewässerung in der Regel nicht notwendig bzw. auch nicht praktikabel. Bei einem angestrebten hohen Qualitätsniveau der Wintergrüns wird während trockener und heißer Sommerperioden im ähnlichen Intervall wie bei den regulären Abschlägen bewässert werden müssen.
Entsprechende Einrichtungen wie fest installierte Beregnung oder Hydranten zum Einsatz mobiler Regner sollten eingeplant werden.

Schonflächen
Sollen die Wintergrüns in den Sommermonaten geschont und nicht bespielt werden, so sind diese per Platzregel als ''Boden in Ausbesserung'' zu erklären, von dem nicht gespielt werden darf.
Die Sommergrüns sollten während des Bespielens der Wintergrüns ebenfalls entsprechend markiert und gegen Betreten gesichert werden.

Pro und Contra

Zusammenfassend sprechen folgende Punkte für oder gegen den Winterspielbetrieb bzw. die Anlage von Wintergrüns und/oder temporären Abschlägen:

WINTERSPIELBETRIEB
ProContra
Höhere Greenfee-Einnahmen
Betreten bei Frost zerstört das Pflanzengewebe der Gräser insbesondere auf den Sommergrüns
Größere Zufriedenheit beiden MitgliedernTritt- und Fahrspuren bei Frost hinterlassen sichtbare Narben im Rasen, die nur langsam regenerieren
Vorgabewirksames Spiel auch im Winter möglichGestreßte oder geschädigte Pflanzen unterliegen einem höheren Krankheitsdruck
Höhere Qualität der Sommergrüns im Frühjahr bei Nichtbenutzung im Winter
Gefahr der Bodenverdichtung nimmt im Winter zu
Winterschäden müssen mit erhöhtem Aufwand für Regenerationsmaßnahmen ausgeglichen werden
Möglicherweise kein vorgabewirksames Spiel möglich

Anlage von Wintergrüns
Pro Contra
Schonung der Sommergrüns während widriger Perioden
Zunehmender Platzbedarf
Wintergrüns können auch als Ausweichgrüns bei Arbeiten auf den Sommergrüns verwendet werden
Größere Baukosten
Erhöhter Pflegeaufwand für die Wintergrüns
Möglicherweise kein vorgabewirksames Spiel

Hinweise:

Neben den Grüns sind auch die anderen Rasenflächen auf Golfplätzen nicht vor Schädigungen durch Belastungen während der Wintermonate gefeit, insbesondere die Zu- und Abgänge zu Grüns und Abschlägen.

Folgende Maßnahmen helfen, Schäden und Mißverständnisse zu vermeiden:

  • Keine Verwendung von Carts bzw. Trollys mit schmaler Bereifung zwischen dem 1. November und 30. April. Keine Ausnahmen zulassen.
  • Bei Frostgefahr vorsorglich die Fahnen auf die Wintergrüns versetzen.
  • Keine Startzeiten vergeben bei Frostgefahr.
  • Vor Spielbeginn abwarten, bis Raureif oder Frost abgetaut ist.
  • Temporäre Abschläge abseits der regulären Abschläge anlegen, da sich Divots im Winter kaum regenerieren.
  • Klar definieren, wer die Platzschließung bzw. Öffnung vornehmen darf. In der Regel sollte hierüber der Head-Greenkeeper entscheiden.
  • Informieren Sie die Golfspieler in Ihrer Clubzeitung und durch Aushänge über die Hintergründe Ihrer Entscheidungen zum Winterspielbetrieb.
  • Achten Sie darauf, dass an kritischen Tagen ein Ansprechpartner für die Golfer erreichbar ist und die Einhaltung der Platzsperre kontrolliert.
  • In Skilanglaufgebieten sollten die Grüns gegen unbeabsichtigtes Befahren abgesichert werden.

Impressum:

Verantwortlich für den Inhalt:
Dr. Gunther Hardt, Hartmund Schneider

Die DGV-Informationen zu einzelnen Themen erscheinen unregelmäßig, mehrmals pro Jahr und sind eine kostenlose Serviceleistung des DGV für die Vorstandsmitglieder seinen Mitgliedsvereine und seiner Landesgolfverbände. Ausführlichere Informationen sind über die DGV-Geschäftsstelle erhältlich.

Deutscher Golf Verband e.V.
Postfach 2106 - 65011 Wiesbaden
Tel: (06 11) 9 90 20-0 / Fax: (06 11) 9 90 20 40

Internet: www.golf.de





Pflegemaßnahmen

Regenerationsmaßnahmen im Greenkeeping
Vertikutieren, Aerifizieren, Besanden

Regenerationsmaßnahmen werden um so wichtiger, je mehr die Golfanlage genutzt wird und je ungünstiger die Witterungsbedingungen auf der Anlage sind. Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden sind solche Maßnahmen. Für das Erhalten und Nutzen, bzw. für das Bespielen der Rasenflächen ist unter anderem eine ausreichende Durchlässigkeit der Rasennarbe für Wasser eine wichtige Voraussetzung. Die häufige Überbelastung (durch Tritt aber auch durch Pflegemaschinen) einzelner Spielelemente einer Golfanlage, insbesondere der Abschläge und Grüns führen zu Verdichtungen. Diese Verdichtungen machen den Einsatz von mechanischen Maßnahmen zwingend erforderlich, um die strapazierten Rasenflächen funktionstüchtig zu erhalten.

Neben dieser Überbelastung der Grasnarbe, gibt es weitere, natürliche Gründe, Regenerationsmaßnahmen durchzuführen. So bilden Rasengräser - bedingt durch die natürliche Bildung neuer Triebe - einer permanent Filz. Rasenfilz ist also organisches Material, das sich verstärkt auf abgemagerten, biologisch schwach aktiven Böden (z.b. Golfgrüns) bildet. Diese Filzschicht, die aus abgestorbenen Grastrieben und Wurzeln besteht, führt bei Nässe zu weichen Grüns (oft Ursache für langsame Grüns!) und wirkt wie ein Schwamm, der eine gleichmäßige Durchfeuchtung des Bodens (Rasentragschicht) verhindert. Dies wiederum hat zur Folge, dass diese Rasenflächen anfälliger gegen pilzliche Krankheitserreger sind. Die Wurzeln wachsen nicht in den Boden, sondern breiten sich nur in einer flachen oberen Schicht aus. Somit wird die Wasser- und Nährstoffdurchlässigkeit in tiefere Schichten vermindert. Die Rasennarbe ist nicht sehr belastbar. Eine zu starke Verfilzung kann zu größeren Problemen beim Spielbetrieb führen (z.b. Wasserstau und/oder Trockenstellen auf den Grüns). Um die Bildung von Filzauflagen zu verhindern wird beim Vertikutieren das organische Material mit rotierenden Messern vertikal durchschnitten und anschließend entfernt. Da das Wachstum der Gräser in den Monaten April bis Juli am stärksten ausgeprägt ist, ist in dieser Zeit ein häufigeres Vertikutieren empfehlenswert.
Beim Aerifizieren, dem Belüften des Bodens durch Einbringen von Löchern, wird die Rasentragschicht mechanisch, meist mit sog. Hohlstacheln (Hohlspoons) gelockert. Dies führt dazu, dass Erdkerne (Cores) ausgestochen werden und auf der Rasenoberfläche verbleiben, die in einem zweiten Arbeitsgang - entweder mechanisch oder von Hand - abgeräumt werden müssen. In der Praxis wird diese Maßnahme zwei bis drei Mal pro Jahr auf den Grüns und ein bis zwei Mal pro Jahr auf den Abschlägen durchgeführt.

Das anschließende Besanden der ausgestochenen ca. 5 bis 12 cm tiefen Löcher (ca. 400 Löcher pro m²) dient dem Verfüllen der entstandenen Hohlräume. Bei dieser, wiederum mit Spezialmaschinen durchgeführten Maßnahme, ist große Sorgfalt ebenso entscheidend wie die Wahl der richtigen Sandqualität. Andernfalls kann der gewünschte Erfolg ausbleiben. Mit einer rotierenden Spezialbürste wird der Sand mehrfach eingeschleppt bis alle Löcher vollständig mit Sand gefüllt sind. Wichtig ist hierbei, dass der Sand auf den Grüns abtrocknen kann, da sich nur trockener Sand in die ausgestochenen Löcher verfüllen lässt.

Mit diesen Regenerationsmaßnahmen wird

  • Rasenfilz verringert
  • Luft-/Wasserverhältnis im Boden verbessert.

Die gewünschten Folgen sind

  • Förderung des Wurzeltiefgangs
  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Nährstoffmangel, Trockenstress und Krankheitsbefall.

Deshalb muss bei der Golfplatzpflege eine gesunde und dichte Grasnarbe, bei gleichzeitiger Erhaltung einer guten Wasserdurchlässigkeit und Ebenheit, insbesondere auf den Grüns angestrebt, gefördert und erhalten werden. Dafür müssen alle Pflegemaßnahmen ergriffen werden, die zur Förderung des Wurzelsystems beitragen. Dabei ist die Abstimmung der einzelnen Pflegemaßnahmen, die rechtzeitige Koordination mit dem Spielbetrieb und die Bekanntgabe an Mitglieder und Gäste von großer Bedeutung, damit letztere Verständnis für die Pflegearbeiten haben und Freude auf dem gepflegten Gras haben.

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